Reise blog von Travellerspoint

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sunny 30 °C

So, nun ist es endlich soweit und ich schreibe meinen letzten Blogeintrag zur Asienreise. Ich habe 2 Theorien, warum ich dafür so lange gebraucht habe, mich wieder damit zu beschäftigen. Zum Einen bedeutet es, einen endgültigen Schlussstrich unter ein Kapitel meines Lebens zu ziehen, das doch eigentlich gar nicht enden sollte. Zum anderen ist es natürlich so, dass es schwer fällt, wieder im Alltag angekommen, sich erneut auf einen Geistes- und Gefühlszustand einzulassen, den man sich jetzt nicht mehr leisten kann. Nun denn, ich werd's einfach mal versuchen...

Zur Auffrischung habe ich mir gerade noch mal alle Artikel, die ich bis jetzt verfasst habe, durchgelesen. Mittlerweile stören mich sogar meine, noch vorhandenen, Fehler bei Interpunktion und Orthografie wieder. Der Asienlars hätte mir jetzt wohl eine gehauen. Nun gut, zum Thema. Der letzte Blog endete damit, dass ich einen vergnüglichen Abend in Ubon/Ratchathani verbringen wollte. Den Ablussabend des Kerzenfests. Ich muss gleich vorweg sagen, die großen Festwagen wurden leider nicht mehr angezündet, allerdings viele kleinere Skulpturen. Und, so war es an diesem Abend ganz besonders hell, auf den Straßen und in den Parks. Und vor Allem noch ne ganze Ecke wärmer... Am folgenden Tag bin ich, wie schon angekündigt, nach Khon Kaen gefahren. Einmal quer durchs Isan. Khon Kaen ist sehr, sehr lebhaft und obwohl relativ klein, findet man die Stadt mit allem ausgestattet, was man sich von einer Studentenstadt erhofft. Bars, Shoppingmalls, Theater,... Das volle Programm. Am Stadtrand liegt ein sehr schöner See und an dessen Südende steht eine riesige, neunstöckige Pagode, komplett vergoldet. Außerdem habe ich es ins Geschichtsmuseum geschafft, in dem sehr anschaulich die Geschichte des Isan, bis in die tiefste Steinzeit dargestellt wurde. In der Nähe meines Hostels gabs auch nen sehr hübschen, kleinen Massagesalon. Die Preise waren mal wieder unschlagbar und das tollste an der Sache, die haben sich meine Emailadresse geben lassen und ich habe zu Weihnachten ne tolle e-card bekommen. Das ist Kundenservice! :D
Mein nächstes Ziel war Nakhon Ratchasima, im Volksmund auch Khorat genannt, das westliche Tor zum Isan. Und die zweitgrößte Stadt, nach Bangkok. Da ich für diesen Ort nur eine Nacht eingeplant hatte, gings auch nach einer flotten Dusche gleich wieder ins Getümmel. Die Stadt als solche ist nicht wirklich interessant, allerdings merkt man sehr gut, wie sich eine thailändische Millionenstadt ohne Tourismus anfühlt. Ziemlich anders. Als Markt-Junky hab ich es mir auch nicht nehmen lassen, den "berühmten" Nachtmarkt von Khorat unter die Lupe zu nehmen. Nun bin ich vllt aus Hong Kong etwas verwöhnt, aber das Ding hat mich echt etwas enttäuscht. Ziemlich trostlos. Am folgenden Tag wollte ich mich alleine zum Hbf durchschlagen und wurde dann mal wieder vom Lonely Planet hängen gelassen. Die Infos waren alles andere als aktuell. Statt Bus gings dann per pedes zur Bahn. Das Ziel? Ayuthaya, Thailands frühere Hauptstadt. Die Fahrt war klasse. Die Qualität kann nämlich nicht mit der der Deutschen oder Chinesischen Bahn mithalten. So gibt es statt Klimaanlage Ventilatoren und offene Fenster, bisweilen sogar Türen und es geht ab durch den Dschungel und über weite Felder, auf denen vereinzelt Palmen stehen. :) Abenteuerlich!
Ayuthaya ist awesome! Als wenn man eine Stadt inmitten der Tempelanlage von Angkor errichtet hätte. Da der Khmereinfluss hier auch sehr groß war, stehen an jeder Straßenecke kleinere oder größere Tempel und die ganze Stadt wirkte somit eher wie ein riesiger Park. Ein Fahrradtag war angebracht. :)
Sowie so ist es schon spannend überhaupt vom Hbf in Ayuthaya wegzukommen. Ich war zum Glück wieder ein bisschen besser informiert als der Durchschnittstouri und habe, statt einer kostenintensiven 20 minütigen Tuktukfahrt, einen katzensprung zum Fluss hingelegt und bin für 3 Baht auf die andere Seite gelangt.
Am 3. Tag hieß es dann Aufbruch! Der Flieger in Bangkok musste geschafft werden und von der "Stadt der Engel" hatte ich längst noch nicht alles gesehen, was ich mir vorgenommen hatte. Das hat, dank modernem Skytrain, dann doch nicht so viel Zeit in Anspruch genommen, wie gedacht. Dafür blieb mir noch der eine oder andere Moment, mich einfach durch die bunten Straßen, z.B. von Chinatown, treiben zu lassen. Und Warane hab ich gefüttert, im Lumpini-Park. Die laufen da nämlich frei herum, sind aber etwas kleiner als ihre Verwandten auf der indonesischen Komodoinsel und stehen nur auf Fisch. ;)

Der Rückflug hatte meine Vermutung bestätigt: Multimediasystem kaputt, plärrende Kinder und eine Mahlzeit zu wenig. Außerdem war der Anschlussflug in Kiew 2 Stunden verspätet... Ergo: Die Asiaten wollten mich gar nicht gehen lassen. Klingt doch logisch! ;)
Zum Glück wurde ich in HH von 2 erfahrenen Weltenbummlern, Sarah und Dennis, vom Flughafen abgeholt. Das hat den Einstieg ins deutsche Leben dann doch etwas erleichtert.

Zum Abschluss möchte ich etwas von Colin aufgreifen. Das Alphabet :)

A - Arac-Attack, ein balinesischer Cocktail mit lokalem "Methanol"
B - Bali. Schlicht und einfach die geilste Insel wo gibt.
C - Chinesische Visa für alle!
D - Durian, so weit können Geruch und Geschmack auseinander liegen
E - Es Campur, Eiswürfel mit Früchten und Milch übergossen. Köstlich!
F - Freiheit...
G - Gunung Bromo, der Vulkan auf Java
H - Ha Long Bay, atemberaubend
I - Ingwersalat, gabs zum Dim Sum
J - Jalan Malioboro, Hauptstraße in Yogyakarta
K - Kokosnuss selbstgepflückt und gegessen, auf Lombok
L - Longboard in Kuta
M - Moderne vs. Tradition
N - Nudeln in der Plastiktüte
O - Ong Bak, Nak Muay und Star in Thailand
P - (The) Peak, Berg in Hong Kong mit herrlicher Weitsicht
Q - Qualitätsmängel bei der lombokschen Hühnersuppe
R - Reis statt Brot
S - Symphony of the Lights in Hong Kong
T - Traurige Abschiede (gabs ein paar)
U - Ubon's Kerzenfest
V - Vietnamesisches Wasserpuppentheater
W - Weltverständnis ist gehörig gewachsen
X - Xtreme Rafting in Chiang Mai
Y - Yes!!! War das geil!
Z - Züge in China wirken wie Valium :)

Das wars. War spannend, war ereignisreich und prägend. War einmalig, auf so viele Weisen...

Euer Lars

Eingestellt von lars-to-go 14.03.2011 10:57 Archiviert in Thailand Tagged back backpacking Kommentare (0)

Natur!

Lao-Lao ist gar kein Whiskey!

semi-overcast 35 °C

Ja, ich weiss. Ist schon wieder ne Weile her. Aber wer hat denn bitte ernsthaft gedacht, dass ich jede Woche Blog schreibe?? ;)
Nun ja, ich bin zwar grade wieder in Thailand, chronologisch liegt ja allerdings noch Laos dazwischen. Also, zurueck nach Chang Mai. Genauer gesagt, in den Urwald. Der ist im Norden von Thailand naemlich doch noch haeufiger anzutreffen. In Laos sowie so; dazu spaeter.
Der Marsch durch den Dschungel war ziemlich erfrischend und vor allen Dingen matschig. Dank Regenzeit. Da ich ja eh kein Profil mehr unter meinen Schuhen habe und die Fuesse nach ein paar 100 Metern in eine dicke Schicht nasse Erde gehuellt sind, stellen kleine Steigungen schon eine gewisse Herausforderung dar. Gehts dann aber auf die 35 bis 40 Grad zu, funktioniert das nur noch auf allen Vieren. Die Finger immer schoen in den Dreck krallen! :)
Lustig wars!
Am spaeten Nachmittag sind wir dann bei den Elephanten angekommen. Da gibts dann nen paar Wildhueter, nen Bungalow mit Moskitonetzen zum schlafen und ansonsten ziemlich viel Dung... Damit kann man wunderbar werfen.
Am folgenden Tag sind wir mit dem Schlauchboot, ueber ein paar ziemlich schnelle Schnellen, zurueck nach Chiang Mai geschippert.
Naechster Stop war Pai. Ein kleines Nest mit 3000 Seelen. Gefuehlt aber nur 300. Sehr entspannt und die Landschaft drum herum bietet sehr viel. Scooter geliehen, Karte besorgt, mal wieder ab ins Gruene. Nachdem ich auf meiner Fahrt durch den Urwald, an Bananenplantagen vorbei, 7 Mal durch nen Fluss gefahren bin, gings dann wirklich nur noch zu Fuss weiter. Die Mopeds halten aber auch was aus!
Das Spiel gegen Uruguay hab ich mir dann schon in Chiang Rai angesehen. Etwas dichter Richtung Laos gelegen. Und hier mal eine Anmerkung: fuer die naechste Reise, kein Lonely Planet mehr.
Sobald man in etwas abgelegenere Gebiete kommt, die mich ja nun mal mehr interessieren als die Full-Moon-Party auf Koh Phangan, ist das Ding nicht mehr wirklich hilfreich. Ein schoener Ueberblick, ja. Das wars dann aber auch. Viele Fehlinformationen und von der "Aktualitaet" kann ich ein Liedchen singen. Chiang Rai ist das beste Beispiel. Der neue Busbahnhof liegt 8 km ausserhalb der Stadt. Zum Glueck hat uns ein Pfarrer aufgegabelt und auf seinen Pick-Up geladen. Trampen mal anders.

Am folgenden Tag gings ab ins "Goldene Dreieck", nach Chiang Khong. Dann mit dem Boot ueber den Mekong und schwupps ist man in Laos.
In Luang Prabang, einer sehr schoen erhaltenen Kolonialstadt, gibts mal wieder zu viele Touris. Trotzdessen ist sie einen Besuch wert. Nicht zuletzt wegen der atemberaubenden Wasserfaelle, 30 km suedwestlich. Man kann in einem tuerkisfarbenen Kalksteinbecken sitzen, hinter einem donnert das kuehle Nass und vor einem erstreckt sich kilometerweit ein Tal. Mir blieb echt die Spucke weg. Kein Scherz. Bilder kann ich leider erst demnaechst reinstellen, denn ich trau dem Computer hier nicht ganz ueber den Weg.
Laos besteht uebrigens noch zu 40% aus Urwald, wovon 50% noch Primaerwald sind, also noch orginoool. Die Bauern geben sich hier aber alle Muehe, das so schnell wie moeglich zu aendern. Eine Wirtschaft waechst mal wieder.

Die naechste Station war Vang Vieng. Leider hatten wir Mistwetter und so blieb mir der Rundumblick in die Ungebung verwehrt. Dafuer waren wir tuben. Dafuer ist die Stadt auch beruehmt. Man nimmt sich nen alten LKW-Schlauch, setzt sich auf den Mekong und ab gehts. Am Ufer sind dann Bucketbar neben Bucketbar und die meisten kommen auch gar nicht weiter als bis Nummer 2... Denn, die guten Buckets (Buddeleimer, die man so kennt) sind bis zur Haelfte mit Lao-Lao gefuellt und werden dann mit Cola oder Sonstigem aufgegossen.
Lao-Lao ist lokaler Home-Brew und duerfte doch das eine oder andere Prozent Methanol enthalten, neben den 60% Alkohol...

22 Stunden spaeter erreichten wir Don Khon. Die groesste der 4000 (3996) Inseln im Sueden von Laos. Wunderbar! Unbeschreiblich! Entspannend! Schoen! Abenteuerlich! Und noch so viel mehr.
Ich habe mir noch 2 weitere, viel kleinere Inseln angesehen, die durch die einzige Eisenbahnlinie im Land verbunden sind, die die Franzosen hier errichtet haben. Mehr am Ende der Welt hab ich mich noch nie gefuehlt. Nicht mal auf dem indonesischen Vulkan.

Letztendlich bin ich dann in Ubon gelandet; die letzten 100 km mal wieder auf einem Pick-Up. Das ist schon wieder Thailand. Eigentlich sollte es nur als Zwischenstop herhalten, jedoch ist hier gerade das Kerzenfest. Riesige Skulpturen, die meisten aus der Thai-Mythologie, werden hier aus Wachs gefertigt. Und, bei diesen Temperaturen, natuerlich wassergekuehlt. Der deutsche Kuenstler hat irgendso einen das-ist-voll-die-moderne-Kunst-Mist gemacht. Entzieht sich meinem Verstaendnis...

Ich habe mich nun entschieden, mich nicht mehr in den Sueden von Thailand zu begeben, sondern im Nordosten, im Isan, zu bleiben. Wenig bis gar keine Touris, kaum einer spricht englisch und das Essen ist ganz hervorragend scharf. Deswegen werde ich morgen weiter nach Khon Kaen fahren. Groesste Uni in Nordostthailand. Eine Studentenstadt also. Jetzt schmeiss ich mich noch mal ins Kerzenfest. Nachher ist naemlich noch Lichtershow. Ich gehe stark davon aus, dass die alle ihre Schnitzereien anzuenden. Wozu haben die sonst nen Docht?

Meld mich bald mal wieder, dann vllt. mit Bildern.

Lasst es Euch gut gehen!

Euer Lars

Eingestellt von lars-to-go 27.07.2010 04:31 Archiviert in Laos Tagged backpacking Kommentare (0)

Thailand, stueckchenweise.

es geht auch ohne Sonne

semi-overcast 35 °C

Hi aus Chiang Mai...... oh, man!
Ja, nach einer relativ unspannenden Busfahrt bin ich, recht uebermuedet, heute morgen in Chiang Mai angekommen. Bangkoks Kulturzentrum und zweitgroesste Stadt. Den Entschluss, mich nicht noch mal hinzulegen, bereue ich grade ein wenig. Was solls.
Fliegen wir mal eben nach Sihanoukville zurueck. Unser Hostel hiess uebrigens Utopia und war voller haengengebliebener Backpacker, die fuer freie Kost und Logis, hinter der Bar arbeiteten. Einige schon ein halbes Jahr... Fuer ein paar Naechte war es auch echt ganz spassig, im eigenen Hostel jeden Abend eine oeffentliche Party zu haben. Man spart sich den schlaengeligen Nachhauseweg. Dank eines neuen kambodschanischen Gesetzes, geht das da auch schon recht frueh los. Denn, es darf nach 12 Uhr nachts keine laute Musik mehr gespielt werden.

Siam Reap. Bedeutet: die Siamesen (Thais) bezwungen. Ein unguenstiger Name fuer das Tor zum wichtigsten Handelspartner, aber so ist das eben. Die Stadt an sich hat, ausser einem grossen Markt, nur eines zu bieten: sehr, sehr viele Touristen. Und alle wollen sich Angkor Wat ansehen. Ich muss sagen, ich war ein wenig enttaeuscht, vom Tempel der Tempel, der auch gerne als 8. Weltwunder bezeichnet wird. Der sieht auf Bildern immer so gross aus. Ist er gar nicht! Und zu allem Ueberfluss war auch noch ein Baugeruest dran... Die komplette Anlage von Angkor ist naemlich jetzt in japanischer Hand und wird von Grund auf fuer noch mehr Horden fotografierender Powernapper hergerichtet. Da das alles dann im Akord gehen muss, darf da nirgends mehr ein Stein dumm rumliegen und klettern ist schon mal gar nicht drin. Naja, ich hab zumindest den Grossteil noch im Originalzustand gesehen. Und ich muss sagen schon einen Tempel weiter, in Ta Phrom, sah es dann so aus, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ueberall ueberwucherte Mauerreste. Einfach unbeschreiblich. Seht euch die Bilder an! Und, ich bin ganz froh, dass mir die Fahrradtour durch die Tempel ausgetrieben wurde und wir ein Tuktuk genommen haben. Mit dem Drahtesel schafft man vielleicht 2 Tempel anzusehen, dann ist Schluss. Die Anlage ist RIESIG!

Und jetzt moechte ich mich mal aufregen. Und zwar geht es um das Problem, welches ich zu Beginn des vorigen Blogs angesprochen habe. Laut Geruecht, bezahlt Thai-Airways die Busunternehmen auf der Strecke Siam Reap - Bangkok, um den Reisenden die Fahrt so unangenehm wie moeglich zu machen. Und die machen ihren Job hervorragend... Die Fahrt dauert normalerweise 6 Stunden, plus eine Stunde an der Grenze. Nun, man kann das Ganze auch auf 11 Stunden ausdehnen! Es beginnt damit, dass der Bus die holperigste Strecke nimmt und dann auch noch alle paar Minuten anhaelt, um eine halbe Stunde Pause zu machen. Der arme Busfahrer. Ja, ja. Man wird natuerlich an den unmoeglichsten und teuersten Plaetzen aus dem Bus gezwungen, an denen sogar die Toilette Geld kostet. Unter der fadenscheinigen Begruendung, man muesse jetzt den Bus putzen. Hallo?
Weiterhin wurde dann eine Pause eingelegt, um uns die Wartezeit an der Grenze, die angeblich erst 2 Uhr nachmittags aufmacht, in einer heissen Unterkunft zu ersparen. Wo wurden wir abgeladen? In einem alten Flugzeughangar mit Metalldach. Schoene Saune. Und jetzt ratet mal, wie viel die Getraenke da gekostet haben... Ach, und die Grenze hat ab 8 Uhr in der Frueh durchgaengig geoeffnet. So viel dazu.
Ich hab ja wirklich kein Problem damit, dass die alle was von dem fetten Touri-Kuchen haben wollen und uns an Vertragsraststaetten rauslassen, das seh ich ja ein. Was mir allerdings ueberhaupt nicht schmeckt ist, wenn man mich fuer voellig beschraenkt haelt und denkt, man kann mir die Erde als Scheibe verkaufen.
Nach einem herzerfrischenden "FUCK YOU!", eines Schweizers, adressiert an den Busfahrer, blieb uns das Theater auf thailaendischer Seite zum Glueck erspart.

In Bangkok haben wir uns dann mit ein paar Leuten zusammengefunden und uns auf Hostelsuche gemacht. Lustige Runde! :) Dabei war auch ein Ladiner. Der sprach ladinisch. Googlet das mal. ;)
Eigentlich wollte ich mir noch den Grossen Palast ansehen, allerdings hat der Eintritt 350 Baht (8,75 Euro) gekostet, soviel wie mein Busticket nach Chiang Mai.
Nachher treff ich mich mit einem (Sued-)Koreaner zum Essen und morgen gehts ab in den Dschungel. Elephanten waschen und unter einem Wasserfall planschen. Und die Damen mit den ewig vielen Ringen um ihren Hals werde ich auch in ihrem Stammesdorf besuchen. Ma gucken.

Hier noch mal alle Bilder, die ich bis jetzt noch nicht vorgestellt habe.

Rest Indonesien: http://www.facebook.com/album.php?aid=2061037&id=1058679580&l=f260c8e217

Hong Kong: http://www.facebook.com/album.php?aid=2061052&id=1058679580&l=60f4c6be65

ein Bisschen China: http://www.facebook.com/album.php?aid=2061145&id=1058679580&l=a0c0258db6

eine Haelfte Vietnam: http://www.facebook.com/album.php?aid=2063175&id=1058679580&l=389fb99e9c

Kambodscha: http://www.facebook.com/album.php?aid=2063178&id=1058679580&l=39f91582fb

Viel Spass beim Klicken und bis bald!

Euer Lars

Eingestellt von lars-to-go 01.07.2010 02:10 Archiviert in Kambodscha Tagged backpacking Kommentare (0)

Mekong und andere Einfluesse

ein Augenschmaus fuer Nase und Magen

semi-overcast 30 °C

Aaaahrrrggg!!!
Es gab ja viele Geruechte, ueber die Strecke Siam Reap - Bangkok, aber das hier ist echt ne Wucht. Deswegen bin ich gerade leicht angepisst. Da ich noch seeeehr viel Zeit habe, bis wir ankommen, kann ich auch genauso gut endlich mal wieder Was schreiben. Zur Situation in dieser Sekunde, gibt es zum Ende noch Genaueres.

Hatte ich eigentlich schon erwaehnt, dass ich mir in Asien regelmaessig den Kopf stosse? Ich bin ja nun wirklich nicht gross, aber ich rammel staendig mit meiner Birne irgendwo gegen. Meistens Tuerrahmen. Nun sollte man meinen, dass ich mich da langsam mal dran gewoehnt haben muesste. Aber, 24 jahre deutsche Tuerhoehen verlernt man eben nicht so einfach...

Der letzte Blog endete damit, dass Maren und ich uns auf den Weg nach Vietnam gemacht haben. Wir habens am letzten Tag dann doch noch schnell auf den Peak in Hong Kong geschafft. Von dort oben hatte man eine atemberaubende Sicht ueber das Stadtzentrum. Ich musste Maren nen bisschen draenge(l)n, mit schnellen Schritten, sonst haetten wir wohl unseren Zug verpasst. Zusaetzlich war dann noch das Schliessfach, mit Marens Rucksack darin, defekt. Gluecklicherweise war das eines dieser Teile mit Fernwartung... Puh! Ab gings nach Guangzhou. 13 Mio. Einwohner und keiner kann englisch. Immerhin die U-Bahn zum Haupt- vom Ostbahnhof war zweisprachig. Dort angekommen, haben wir uns mal getraut, den Kopf aus dem Bahnhof zu stecken. Ich weiss echt nicht, wie Menschen dort (ueber)leben koennen. Da ist es schrecklich. Lieber Colin, Jakarta ist ein Kinderpups dagegen! Ich denke, wenn man die Slums von Johannesburg und New York's Downtown in einen Topf gibt, reinkotzt (Entschuldigung!) und kraeftig ruehrt, kann man sichs etwa vorstellen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass die Lebenserwartung in solchen Staedten bei 55 bis 60 Jahren liegt. Das find ich ganz schoen hochgegriffen.

Also, Kopf schnell wieder rein, in den Bahnhof. Aber, da ist es ja auch nicht besser. Wir waren in Wartehalle 4, mit ca. 2000 Chinesen und 2 Spaniern eingequetscht. Stehend wartend fuer etwa 4 Stunden, da unser Nachtzug nach Nanning ein wenig spaeter kam, als gedacht... Zur Belohnung gabs dann aeusserst komfortable Bettchen. 6 pro Kabine. Die Deutsche Bahn ist nicht viel besser.

In Nanning angekommen. Ich hatte befuerchtet, wir wuerden hier einen ziemlich langweiligen Tag verbringen muessen, da wikipedia leider nicht viel hergibt. Allerdings wurden wir wenig spaeter von einem Schotten und einem Ami aufgegabelt, die meinten, sie wuerden jetzt in die Uni gehen. Bier trinken. Das war uns genehm und so haben wir, neben einer kleinen Campusrundfahrt, einen lustigen Nachmittag mit der Unibelegschaft verbracht. Denn, wie sich herausstellte, sind es alles Englischlehrer gewesen. Keiner von ihnen spricht chinesisch...

Mit dem Nightbus durch Vietnam.

Nach einer anstrengenden Nacht an der Grenze sind wir dann endlich in Hanoi angekommen. Das Niemandsland zwischen China und Vietnam scheint recht gross zu sein, denn der Zug hat 50 Minuten gebraucht.
Hanoi ist nun mal was ganz anderes. Die Stadt ist extrem chaotisch und doch sehr geordnet. Man findet Sternerestaurants direkt neben kleinen Staenden und das alles wird von einer wunderbaren kolonialien Architekur umgeben. Die Vietnamesen sind auch ziemlich sportlich. Wir sind gegen halb 6 morgens in der Stadt angekommen und da waren die schon fast fertig mit ihren Gymnastikuebungen. Es hat, ausnahmslos, jeder mitgemacht. Im Hintergrund immer das Droehnen der Propagandalautsprecher, die ueber die ganze Stadt verteilt sind. Und den Trainer der Nation wuerde ich gerne mal kennenlernen und ihn fragen, was diese komischen Verraenkungen bewirken sollen. Es sieht einfach zum Schiessen aus, wenn eine 60-jaehrige Frau mit den Hueften wackelt und dabei im Takt die Haende ueber dem Kopf zusammenschlaegt. :D

Nach dem obligatorischen Kulturprogramm und einem Abstecher in die Ha Long Bucht (naturschauspieltechnisch sehr zu empfehlen!) haben Maren und ich uns dann ein Open-Bus-Ticket besorgt. Kostet 40 Dollar und man kann von Nord nach Sued fahren und aus- und einsteigen wie man lustig ist. Sehr angenehm!
Der erste Stopp war Hué. Leider ist diese Stadt nicht wirklich berauschend, ausser ihre Kneipen. Wir haben noch einen Englaender und ein kanadisches Paearchen getroffen und mit denen eine Scootertour unternommen. 15km bis zum Strand, durch eine wunderbare Landschaft. Man stelle sich Mecklenburg-Vorpommern mit Palmen vor. Da hat jetzt sicher jeder sein eigenes Bild im Kopf.

Die Kulturhauptstadt von Vietnam nennt sich Hoi An. Ich habe mich gefuehlt, als waere ich 150 Jahre in der Zeit zurueckgereist. Zumindest in der Altstadt. Keine Autos, gelegentlich mal ein Scooter und sonst nur Rikschas und Pferde. Dazu einige der schoensten Haeuser, die ich bis jetzt gesehen habe. Jaja, die Franzosen hatten mal was auf dem Kasten. Und heutzutage muessen sie in der Holzklasse Suedafrika verlassen. Man, man, man... ;)
Komischerweise gibt es mehr italienische Restaurants in der Stadt, als man annehmen wuerde.

In Nha Trang, der Tauchmetropole, dreht sich im Prinzip alles darum, Touristen irgendwie ins Wasser zu bekommen. Dummerweise gibt es auch noch ein paar vorgelagerte Inseln, zu denen man fahren kann, sodass die Versuchung noch groesser ist. Auf einer dieser gibt es ein riesiges Aquarium mit Fischen, die einen Wohl mit einem Happs verschlingen koennten. Mal abgesehen von den Haien. Das war ein tolles Erlbenis, da man sich im Aussenbecken u.a. mit Seeschildkroeten beschaeftigen kann. Ziemlich verpeilte Zeitgenossen.

Daran anschliessend gab es ein paar gammelige Tage in Mui Ne, dem (Kite-)Surfmekka von Vietnam. Nur Strand, huebsche Bikinis und eine Menge Haengematten. Hier haben sich viele westliche Maenner niedergelassen, ein Ressort oder eine Bar eroeffnet und geniessen jetzt das Leben mit den vietnamesischen Frauen.
Ich habe es erlebt, dass ein aelterer Franzose "seine" 2(!) Prostituierten ausgeschimpft hat, da sie kurz vor Closing-Time noch ne Flasche Absolutvodka bestellt haben. Wirtschaftliches Denken ist da vielleicht auch zu viel verlangt...

Und jetzt kam der Hammer. Ho Chi Minh alias Saigon. Ich glaube es gibt keinen Ort auf der Welt, mit einer hoeheren Scooterdichte. Die Beine sollte man sehr eng aneinander pressen, da die Scooter hier an der Ampel dicht an dicht stehen. Man muss nicht mal den Fuss runternehmen, da man sowie so nicht umkippen kann. Abgefahren!
Leider ist die Geschichte des Vietnamkrieges hier noch all zu offensichtlich und die Spuren von "Agent Orange" findet man an jeder Ecke. Noch heute kommen missgebildete Kinder zur Welt, die mittlerweile aber auf eine gute, staatlich gefoerderte Unterstuetzung bauen koennen. Im Kriegsmuseum waren es auch nicht die Bilder verbrannter Kinder, oder minenzerfetzer Bauern, die mir eine Gaensehaut beschert haben. Vielmehr die Bombenteppiche, die die Amerikaner ueber den Reisfeldern abwarfen und somit systematisch die Lebensgrundlage fuer zukuenftige Generationen zerstoerten.

Tempel und Kraempel in Kambodscha

Um mit den Kriegsgeschichten gleich mal weiterzumachen fahren wir von Saigon nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas. Man merkt hier sehr deutlich, dass, dank der Roten Khmer, ueber 40% der Bevoelkerung unter 15 Jahren sind. Sehr viele bettelnde Kinder und noch mehr, die von den Eltern zu harter Arbeit gebeten werden, da die Familie sonst nicht ueber die Runden kommt. Die Schrecken der Khmer kann man sehr gut im Toul-Sleng-Museum erahnen. Unter der Herrschaft der Roten Khmer trug es die Bezeichnung S-21 und war dafuer beruechtigt, pro Tag ueber 100 Leichen zu produzieren. Unter teilweise fuerchterlichen Bedingungen wurde hier jeder gehalten und gefoltert, der nicht ins Schema Rot passte. Ausgestellte Schaedel zeigen, wie brutal Gefangene getoetet wurden, um wertvolle Kugeln zu sparen.

Natuerlich hat Phnom Penh auch schoene Dinge zu bieten. So zum Beispiel das Nationalmuseum, bei dem schon der Besuch des Gebaeudes eine Reise wert ist. Leider durfte man sich den Kaiserpalast am Sonntag nicht ansehen, da der gute Mann wohl auch mal Auslauf haben moechte. Geschlafen haben wir uebrigens im Norden der Stadt, auf Pfahlbauten ueber einem See. Die Einheimischen sind sehr betruebt darueber, dass der immer weiter zugeschuettet wird, um neues Bauland zu gewinnen.

Von dort fuhren wir an die Suedkueste, nach Sihanoukville. Nicht viel los da, nur Strand, Ratten und ich hab Heuschrecken und Minikrabben am Stueck gegessen. Gar nicht mal so schlecht. Nur die Kaeferbeine sollte man vorher auszupfen, da die die dumme Angewohnheit haben, zwischen den Zaehnen stecken zu bleiben... (soll zudem noch Unglueck bringen)
Ach ja, man kann hier an den Staenden auch so eine Art Gesundheitsdrink kaufen. Sowas wie Yakult, nur eben aus gepresstem Huehnchen. Und die Jungs drehen das Ding tatsaechlich am Stueck durch die Mangel. Ok, ohne Federn.

Leider muss ich an dieser Stelle abbrechen, da mein Bus nach Chiang Mai in einer Stunde faehrt. Ich werde dort dann zu Ende schreiben.

Bis dahin!

Eingestellt von lars-to-go 30.06.2010 02:52 Archiviert in Vietnam Tagged backpacking Kommentare (0)

Die Wege eines Tagtraums.

Hej Boss! Copy-Rolex??

semi-overcast 25 °C

Halli hallo aus Hong Kong!
Ich muss ja mal sagen, ich hab noch nie so einen lebendigen Ort besucht. Nicht mal in unserem alten Kinderzimmer war so ein Budenzauber! Und Budenzauber kann man hier sogar woertlich verstehen. In Hong Kong gibt es unwahrscheinlich viele Maerkte. Angeboten wird von Ochsenschwaenzen (inklusive Fell) und traditionellen Kleidern alles, bis hin zu meiner "heissgeliebten" Durian. Den Gestank dieser Frucht will ich einfach mal nur als berstig beschreiben. Vllt hab ich davon auch schon berichtet, ich weiss es nicht mehr. Sie soll aber sehr lecker sein. Da es sie ueberall in Asien gibt, hab ich noch ein paar Wochen Zeit, um mich an den Geruch zu gewoehnen. Sowie so ist Hong Kong voller Gerueche. Die Uebersetzung lautet also nicht umsonst "Duftender Hafen". An jeder Ecke gibts hier was anderes fuer die Nase. Das muss nicht immer toll sein, doch das Gros ist umwerfend und ich bin dankbar fuer meine finanzielle Schranke, da es sonst ein Leichtes ist, ein paar Kilo zuzunehmen. Obwohl das ja ziemlich gesund ist, das Essen. Letzte Woche war ich mit ein paar Freunden von Yee Wa Dim Sum essen. Nach diesem Satz koennt ihr 4 Woerter chinesisch am Stueck! ;)
Ich konnte Dim Sum vorher nicht so recht einordnen und wusste nur, dass es einen aehnlichen Stellenwert in der westlichen Welt hat, wie die Pekingente. Din Sum wird von den Hong Kongern jedoch in der Regel zum Fruehstueck gegessen. Dazu gibt es IMMER Tee. Kein Tee, kein Essen. Fuer die Unwissenden nun eine kurze Erklaerung. Dim Sum besteht aus ganz vielen kleinen Speisen. Zum Beispiel Fruehlingsrollen. Oder Morcheln in Fleischmanteln, oder einem Shrimpcocktail in Reissalat, oder gefuellten Teigtaschen und und und. Das Beste an der Ganzen Chose ist aber, dass die Kellnerin alle 5 Minuten am Tisch vorbei kam und was Neues gebracht hat. Ich hatte ernsthafte Zweifel, ob ich noch in Asien oder schon im Schlaraffenland bin. Als dann die Fleischbaellchen in Teesosse angerollt kamen, hab ich erstmal vor Vergnuegen mit den Augen gekullert. :) Die Chinesen hats gefreut. Und sie haben mir zu meinem grossen Magen gratuliert. Lustige Auszeichnung.

Zurueck zu den Maerkten, die mich einfach nicht mehr loslassen. Der Beste war wohl der Nachtmarkt im Viertel Mong Kok. Dort kann man sich etwa eine Stunde vergnuegen, ohne einen Stand 2 Mal gesehen zu haben. Und man bekommt, mal wieder eine kleine Auswahl, von Vibratoren bis hin zu semi-antiken Muenzen alles in diesem Gewusel. Ich habs mir einmal am Samstag angetan. Error, error, error... Nachdem ich an diesem Tag schon die Fussgaengerzonen in Causeway Bay durchstriffen bin, gabs fuer mich nur ein Wort auf dem Nachtmarkt: ReIzUeBeRfLuTuNg!!! Irgendwann wurds mir dann zu viel und ich hab mich in mein dunkles, ruhiges Kaemmerlein verkruemelt. Samstags ist hier einfach mal die Hoelle los. Die arme Maren, die seit Sonntag da ist, hatte das Problem heute auch, zusaetzlich zum Jetlag. Naja, nun schlaeft se und ich ticker hier auf meinem iPod rum. Wir haben uns zwar noch nach anderen Hostels umgesehen, aber unter 12 Euro pro Nacht pro Person gibts da nichts. Wir haben es also ganz gut erwischt. So, nun will ich euch aber m von ein paar Sehenswuerdigkeiten berichten. Fangen wir mal mit dem Jademarkt an. Es gibt den gleichen Klimbim wie ueberall, nur konzentriert. "Nur hier" ist der Schmuck echt. Trotzdem recht eindrucksvoll. Ziemlich in der Naehe liegt der Tin-Hua-Tempel. Eine Oase der Ruhe mitten zwischen den Hochhaeusern.
Seit ein paar Jahren gibt es auch einen riesigen Buddha zu bestaunen. Der plus Tempel stehen allerdings auf Lantau Island und man muss die Tsuen-Wan-Linie bis zum Ende fahren und dann in eine Gondel einsteigen. Da hab ich dann auch grad mal die Jungs aus Karlsruhe vermisst. Naechstes Jahr gehts wieder Skifoan!! Hoffe mal, die DA macht mir da keinen Strich durch...
Wie dem auch sei. Der Buddha thronte ueber allem und man hatte eine fantastische Aussicht ueber die ganzen kleinen Inselchen, die alle noch zu Hong Kong gehoeren. Und jaha, Bilder kommen bald!
Weiter gehts nach Soho (South of Hollywood Road). Hier befinden sich die ganzen In-Lokale von Hong Kong. Die Preise waren aber ganz schoen out. Allerdings kann das Viertel Soho mit einer anderen Nettigkeit aufwarten. Mit einem Markt fuer Antikes. Wobei hier Uhren mit Mao-Ziffernblatt auch dazuzaehlen. Umgehauen haben mich die Elefantenstosszaehne. Aus einem riesigen Elfenbein werden ganze Landschaften voller Gottheiten, Drachen und sich fuerchtender Bauern geschnitzt. So fein und filigran, das kann heute noch keine CNC-Maschine! Leider darf man keine Fotos machen. Haben wohl Angst vor Greenpeace.

Nun noch 2 kleine Sachen:
In Hong Kong sind sehr viele Bettler verstuemmelt. Yee Wa erzaehlte mir, dass das mutwillig passiert ist. Das Geruecht besagt, dass Kindern vom Festland nach der Geburt die rechte Hand abgehackt wird, da die Eltern die Ausbeute beim Betteln erhoehen wollen. Ich bin sehr skeptisch. Allerdings, muss ich sagen, dass Diebe heute ja nicht mehr so bestraft werden. Woher kommt also der sauber abgetrennte Arm?

Das Zweite sind die Fischhaendler hier. Irgendwie koennen die am Gezappel erkennen, wann der Fisch in der Auslage fast erstickt ist. Dann kommt er zurueck ins Wasser um 5 Minuten spaeter wieder den pruefenden Augen der Kunden ausgesetzt zu sein. So geht das den ganzen Tag, um den Fisch frisch zu halten. Grausam!

Nun ja, mein Lieblingsfisch, der war schoen bunt, wurde wenig spaeter von einer alten Dame gekauft und ist in der Pfanne gelandet. Hat er Glueck gehabt.

So, nun zum weiteren Verlauf. Morgen kann ich mein Visum fuer China abholen und dann starten Maren und ich nach Guangzhou. Von dort gehts dann mit dem Nachtzug nach Nanning, einer kommunistischen Millionenstadt. Am daruffolgenden Abend dann weiter mit der Schmalspurbahn nach Hanoi. Ich bin gespannt! :)

Bis bald!

Eingestellt von lars-to-go 02.06.2010 11:01 Archiviert in Hong-Kong Tagged backpacking Kommentare (0)

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