Reise blog von Travellerspoint

Fin

...

sunny 30 °C

So, nun ist es endlich soweit und ich schreibe meinen letzten Blogeintrag zur Asienreise. Ich habe 2 Theorien, warum ich dafür so lange gebraucht habe, mich wieder damit zu beschäftigen. Zum Einen bedeutet es, einen endgültigen Schlussstrich unter ein Kapitel meines Lebens zu ziehen, das doch eigentlich gar nicht enden sollte. Zum anderen ist es natürlich so, dass es schwer fällt, wieder im Alltag angekommen, sich erneut auf einen Geistes- und Gefühlszustand einzulassen, den man sich jetzt nicht mehr leisten kann. Nun denn, ich werd's einfach mal versuchen...

Zur Auffrischung habe ich mir gerade noch mal alle Artikel, die ich bis jetzt verfasst habe, durchgelesen. Mittlerweile stören mich sogar meine, noch vorhandenen, Fehler bei Interpunktion und Orthografie wieder. Der Asienlars hätte mir jetzt wohl eine gehauen. Nun gut, zum Thema. Der letzte Blog endete damit, dass ich einen vergnüglichen Abend in Ubon/Ratchathani verbringen wollte. Den Ablussabend des Kerzenfests. Ich muss gleich vorweg sagen, die großen Festwagen wurden leider nicht mehr angezündet, allerdings viele kleinere Skulpturen. Und, so war es an diesem Abend ganz besonders hell, auf den Straßen und in den Parks. Und vor Allem noch ne ganze Ecke wärmer... Am folgenden Tag bin ich, wie schon angekündigt, nach Khon Kaen gefahren. Einmal quer durchs Isan. Khon Kaen ist sehr, sehr lebhaft und obwohl relativ klein, findet man die Stadt mit allem ausgestattet, was man sich von einer Studentenstadt erhofft. Bars, Shoppingmalls, Theater,... Das volle Programm. Am Stadtrand liegt ein sehr schöner See und an dessen Südende steht eine riesige, neunstöckige Pagode, komplett vergoldet. Außerdem habe ich es ins Geschichtsmuseum geschafft, in dem sehr anschaulich die Geschichte des Isan, bis in die tiefste Steinzeit dargestellt wurde. In der Nähe meines Hostels gabs auch nen sehr hübschen, kleinen Massagesalon. Die Preise waren mal wieder unschlagbar und das tollste an der Sache, die haben sich meine Emailadresse geben lassen und ich habe zu Weihnachten ne tolle e-card bekommen. Das ist Kundenservice! :D
Mein nächstes Ziel war Nakhon Ratchasima, im Volksmund auch Khorat genannt, das westliche Tor zum Isan. Und die zweitgrößte Stadt, nach Bangkok. Da ich für diesen Ort nur eine Nacht eingeplant hatte, gings auch nach einer flotten Dusche gleich wieder ins Getümmel. Die Stadt als solche ist nicht wirklich interessant, allerdings merkt man sehr gut, wie sich eine thailändische Millionenstadt ohne Tourismus anfühlt. Ziemlich anders. Als Markt-Junky hab ich es mir auch nicht nehmen lassen, den "berühmten" Nachtmarkt von Khorat unter die Lupe zu nehmen. Nun bin ich vllt aus Hong Kong etwas verwöhnt, aber das Ding hat mich echt etwas enttäuscht. Ziemlich trostlos. Am folgenden Tag wollte ich mich alleine zum Hbf durchschlagen und wurde dann mal wieder vom Lonely Planet hängen gelassen. Die Infos waren alles andere als aktuell. Statt Bus gings dann per pedes zur Bahn. Das Ziel? Ayuthaya, Thailands frühere Hauptstadt. Die Fahrt war klasse. Die Qualität kann nämlich nicht mit der der Deutschen oder Chinesischen Bahn mithalten. So gibt es statt Klimaanlage Ventilatoren und offene Fenster, bisweilen sogar Türen und es geht ab durch den Dschungel und über weite Felder, auf denen vereinzelt Palmen stehen. :) Abenteuerlich!
Ayuthaya ist awesome! Als wenn man eine Stadt inmitten der Tempelanlage von Angkor errichtet hätte. Da der Khmereinfluss hier auch sehr groß war, stehen an jeder Straßenecke kleinere oder größere Tempel und die ganze Stadt wirkte somit eher wie ein riesiger Park. Ein Fahrradtag war angebracht. :)
Sowie so ist es schon spannend überhaupt vom Hbf in Ayuthaya wegzukommen. Ich war zum Glück wieder ein bisschen besser informiert als der Durchschnittstouri und habe, statt einer kostenintensiven 20 minütigen Tuktukfahrt, einen katzensprung zum Fluss hingelegt und bin für 3 Baht auf die andere Seite gelangt.
Am 3. Tag hieß es dann Aufbruch! Der Flieger in Bangkok musste geschafft werden und von der "Stadt der Engel" hatte ich längst noch nicht alles gesehen, was ich mir vorgenommen hatte. Das hat, dank modernem Skytrain, dann doch nicht so viel Zeit in Anspruch genommen, wie gedacht. Dafür blieb mir noch der eine oder andere Moment, mich einfach durch die bunten Straßen, z.B. von Chinatown, treiben zu lassen. Und Warane hab ich gefüttert, im Lumpini-Park. Die laufen da nämlich frei herum, sind aber etwas kleiner als ihre Verwandten auf der indonesischen Komodoinsel und stehen nur auf Fisch. ;)

Der Rückflug hatte meine Vermutung bestätigt: Multimediasystem kaputt, plärrende Kinder und eine Mahlzeit zu wenig. Außerdem war der Anschlussflug in Kiew 2 Stunden verspätet... Ergo: Die Asiaten wollten mich gar nicht gehen lassen. Klingt doch logisch! ;)
Zum Glück wurde ich in HH von 2 erfahrenen Weltenbummlern, Sarah und Dennis, vom Flughafen abgeholt. Das hat den Einstieg ins deutsche Leben dann doch etwas erleichtert.

Zum Abschluss möchte ich etwas von Colin aufgreifen. Das Alphabet :)

A - Arac-Attack, ein balinesischer Cocktail mit lokalem "Methanol"
B - Bali. Schlicht und einfach die geilste Insel wo gibt.
C - Chinesische Visa für alle!
D - Durian, so weit können Geruch und Geschmack auseinander liegen
E - Es Campur, Eiswürfel mit Früchten und Milch übergossen. Köstlich!
F - Freiheit...
G - Gunung Bromo, der Vulkan auf Java
H - Ha Long Bay, atemberaubend
I - Ingwersalat, gabs zum Dim Sum
J - Jalan Malioboro, Hauptstraße in Yogyakarta
K - Kokosnuss selbstgepflückt und gegessen, auf Lombok
L - Longboard in Kuta
M - Moderne vs. Tradition
N - Nudeln in der Plastiktüte
O - Ong Bak, Nak Muay und Star in Thailand
P - (The) Peak, Berg in Hong Kong mit herrlicher Weitsicht
Q - Qualitätsmängel bei der lombokschen Hühnersuppe
R - Reis statt Brot
S - Symphony of the Lights in Hong Kong
T - Traurige Abschiede (gabs ein paar)
U - Ubon's Kerzenfest
V - Vietnamesisches Wasserpuppentheater
W - Weltverständnis ist gehörig gewachsen
X - Xtreme Rafting in Chiang Mai
Y - Yes!!! War das geil!
Z - Züge in China wirken wie Valium :)

Das wars. War spannend, war ereignisreich und prägend. War einmalig, auf so viele Weisen...

Euer Lars

Eingestellt von lars-to-go 14.03.2011 10:57 Archiviert in Thailand Tagged back backpacking

Versende diesen EintragFacebookStumbleUponRedditDel.icio.usIloho

Inhalt

Schreibe als Erster einen Kommentar dazu.

Sie müssen angemeldet Mitglied der Travellerspoint um Kommentare diesem Blog.

Enter your Travellerspoint login details below

( What's this? )

Wenn Sie noch nicht Mitglied sind von Travellerspoint, werden Sie Mitglied kostenlos.

Join Travellerspoint